Was kann man tun, um eine Frühgeburt zu vermeiden?

Erkrankungen der Mutter wie Diabetes mellitus, Funktionsstörungen der Schilddrüse, Harnwegsinfekte und andere Infektionen müssen sorgfältig behandelt werden.

Bei vaginalen Infektionen hat sich die Bestimmung des Säuregrades (pH-Wert) der Scheide (Vagina) mit einem Lackmuspapierstreifen bewährt, oder noch besser mit einem Handschuh, bei dem am Zeigefinger ein Stück Lackmuspapier angebracht ist. Dieser Finger wird ab der 14. Schwangerschaftswoche zweimal wöchentlich etwa drei Zentimeter tief in die Scheide eingeführt. An der Verfärbung des Papierstreifens lässt sich, ablesbar auf einer Farbskala, der Säuregrad erkennen. Liegt der pH-Wert im alkalischen Bereich (über pH 4,4), sollte der Frauenarzt einen bakteriologischen Abstrich vornehmen und eine Behandlung einleiten. Diese Methode, vom Senior der vorgeburtlichen Medizin in Deutschland, Prof. Dr. E. Saling entwickelt, hat seinerzeit bei wissenschaftlichen Tests in der Region um Halle und Leipzig zu einem deutlichen Rückgang an Frühgeburten geführt.

Fragen Sie Ihre Krankenkasse, ob sie bereit ist, die Kosten für diese Vorsorge zuübernehmen.

Wenn sich eine Frühgeburt ankündigt, sollte Geschlechtsverkehr unbedingt unterbleiben, zumindest aber ein Präservativ benutzt werden, damit das im Samensekret enthaltene Prostaglandin keine vorzeitigen Wehen auslösen kann.

Es werden häufig auch Magnesiumtabletten eingesetzt, weil sie eine die Wehen hemmende Wirkung haben.

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