Was kann man tun, um eine Frühgeburt zu vermeiden?

  1. Natürlich müssen mütterliche Erkrankungen sorgfältig behandelt werden wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Harnwegsinfekte und andere Infektionen.

  2. Generell sollte bei vorzeitiger Wehentätigkeit und einer Krankheitsvorgeschichte mit Früh- und Fehlgeburten eine vaginal-sonographische Untersuchung durchgeführt werden. Die meisten Frauen kennen eine solche vaginale Ultraschalluntersuchung aus der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung in der 12. SSW. Mit ihr kann die Länge des Gebärmutterhalses ("Zervix") exakt bestimmt werden. Unter 1,5 cm ist das Risiko, eine Frühgeburt zu erleiden, deutlich erhöht.
  3. Sehr bewährt hat sich die Bestimmung des vaginalen pH-Wertes (des Säuregrades) mittels eines pH-Messstreifens oder besser, und von den meisten Frauen auch besser akzeptiert, mit einem Handschuh, auf dessen Zeigefinger eine pH-Messfläche angebracht ist (Careplan VpH®), die farblich den pH-Wert aufzeigt. Bei einem Wert oberhalb von pH 4,4 sollte Ihr Arzt aufgesucht werden.
  4. Bei drohender Frühgeburt sollten wegen des erhöhten Infektionsrisikos durch Geschlechtsverkehr zumindest Kondome verwendet werden, besser ist es in dieser Situation, ganz auf  den Geschlechtsverkehr zu verzichten. Zudem können die im Sperma enthaltenen Prostaglandine Wehen auslösen.
  5. Zusätzlich sollte bei drohender Frühgeburt eine Krankschreibung erfolgen. Nachtarbeit und schweres Tragen ist Schwangeren ohnehin untersagt. Aber auch im Haushalt und im Freizeitbereich sollten Belastungen deutlich heruntergeschraubt werden.
  6. Häufig werden Ihnen auch Magnesiumtabletten verschrieben, die einen entspannenden Effekt auf die Gebärmuttermuskulatur haben können.

 

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