Was kann man gegen die morgendliche Übelkeit tun?

a) Ernährung:
• stellen sie sich Kekse oder Zwieback ans Bett und essen Sie etwas davon noch vor dem Aufstehen und kauen Sie gründlich, evt. nehmen Sie schluckweise Tee dazu
• schlafen Sie mit leicht hochgelagertem Oberkörper
• essen Sie regelmäßig etwa alle 2 Stunden eine kleinere Menge
• meiden Sie bitte auch fettreiche Speisen und bevorzugen Sie leichtere, z.B.
  Getreideflocken mit fettarmer Milch etc.
• Garen Sie zubereitete Speisen gut durch
• Bittere Speisen wir Rucola, Radiccio-Salat oder Pampelmusen sollen die
  Übelkeit ebenso verringern, wie Ingwer-Tee
• halten Sie für unterwegs immer einige Haselnüsse bereit, die Sie ordentlich             durchkauen sollten. Mit Mandeln geht das auch
• empfohlen werden auch Kaugummis aus der Apotheke

b) Getränke:
• auch, und gerade, wenn sich zu der Übelkeit noch das Erbrechen gesellt,
müssen Sie ausreichend trinken, am besten natürliches Mineralwasser ohne Kohlensäure
• Hebammen empfehlen gern Ingwer, als Tee zubreitet (eine Ingwerwurzel schälen,
in Scheiben schneiden, ggf. durchpressen und einen Teelöffel Ingwer mit heißem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen, absieben und langsam trinken. Wichtig ist, nach dem Aufgießen den Tee abzudecken, damit die ätherischen Öle erhalten bleiben.)
• Den Tee können Sie auch kalt genießen.
• Pfefferminztee wird ebenfalls empfohlen
• Magen reizende Getränke wie Kaffee und Alkohol sollten Sie meiden

c) Medikamente:
Da Ingwer nicht als Medikament geführt wird, gibt es auch keine entsprechenden Empfehlungen über die Dosis und mögliche Nebenwirkungen. Allerdings war unter allen alternativen Behandlungsversuchen in Studien nur Ingwer wirksam.
Deshalb sollte man
nur in schweren Fällen zu Medikamenten greifen.

• Ärzte verschreiben häufig zu Beginn 10-25mg Vitamin B6 alle 8 Stunden
• z.B. Pyridoxin (Nausema®)
• Desweiteren Dimenhydrinat (z.B.Vomex A®-Zäpfchen, so umgeht man den             Magen bei Übelkeit und Erbrechen. Auch Metoclopramid (z.B.Paspertin®/ MCP-       Ratiopharm® als Zäpfchen) kann ebenfalls helfen.

Auch eine honöopathische Behandlung ist möglich: mit Nux vomica D12, wenn Erbrechen hinzukommt, mit Ipecacuanha D 6 bei lang anhaltender Übelkeit und mit Sepia D12 wenn der Geruch von Speisen bei Ihnen Übelkeit auslöst.

 

Bei unstillbarem Erbrechen bitte unbedingt den Arzt aufsuchen, hier sollte       zusätzlich ein Antihistaminikum verordnet werden. Ca. 70 % der Patienten ist           damit zu helfen.
• Sollte das nicht ausreichend sein, brauchen Sie dringend eine       Infusionstherapie,ggf. im Krankenhaus. Sie erleiden sonst einen zu starken         Flüssigkeitsverlust (Dehydratation), nachweisbar durch einen erhöhten                     Hämatokrit-Wert im Blut (hoher prozentualer Anteil von roten Blutkörperchen im       Blut) einen Verlust an Kalium und Säure mit Auftreten von Ketonkörpern im Urin.

c) Sonstiges:
• Manche Frauen berichten, dass Ihnen die Akupressur der Handgelenke, wie sie auch bei       der Reisekrankheit angewendet wird, geholfen hat.
• Bewegen Sie sich viel, machen Sie Spaziergänge oder Yoga oder gehen Sie schwimmen.
• Meiden Sie Zigaretten
 

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