Was ist von sog. zu Masernparties zu halten?

Als Masernparty bezeichnet man lt. Wikipedia „die bewusste Zusammenführung gesunder, nicht gegen Masern geimpfter Kinder mit Kindern, die akut an Masern erkrankt sind. Ziel ist die Ansteckung der nicht geimpften Kinder mit Masernviren, damit diese die Krankheit und somit die nahezu immer der Erkrankung folgende Immunität gegen Masern entwickeln“.
Derartige measles parties gab es in den USA vor Einführung der Impfung. Eine Zeit später erlebten sie besonders in England eine Wiederauferstehung, als Autismus mit der MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) in Verbindung gebracht wurde. Dieser Zusammenhang ist eindeutig widerlegt worden.
Masern sind eben nicht eine harmlose Kinderkrankheit, sondern können mit z.T schwerwiegenden Komplikationen einhergehen wie Entzündungen des Gehirns mit bleibenden Schäden bis zu Todesfällen.
Nach deutschem Recht gilt das Verbreiten von Krankheitserregern als „versuchte Körperverletzung“ und könnte entsprechend bestraft werden, das gleiche gilt in etwa für Österreich und die Schweiz.

 

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