Was ist Fieber und wodurch entsteht Fieber?

Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass Fieber die Krankheit sei.

Sie ist aber nur die Antwort auf eine Erkrankung. 
Deshalb ist eigentlich nicht die Behandlung des Fiebers erforderlich, jedenfalls nicht, solange das Fieber unter 38,5°C bleibt, sondern die Behandlung der auslösenden Krankheit. Das Unterdrücken des Fiebers schwächt eher den sinnvollen Abwehrkampf gegen die Krankheit und kann dazu führen, andere Symptome zu übersehen. Deshalb wird mittlerweile in Deutschland, England und den USA bei ansonsten unauffälligen Kindern eine Fiebersenkung z.B. mit Paracetamol oder Ibuprofen nicht mehr empfohlen. Symptom einer Krankheit.

Fieber ist also keine Krankheit, sondern ein Symptom (eine Begleiterscheinung) und zugleich Teil eines Selbstheilungsmechanismus.

Fieber entsteht bei der Auseinandersetzung des Organismus mit Bakterien und Viren. Es ist ein Abwehrkampf des Immunsystems gegen diese Eindringlinge, es kommt zur vermehrten Bildung sog. Makrophagen (sie gehören zu den weißen Blutzellen), die Bakterien und Viren in sich aufnehmen können und sie vernichten. Beim Fieber (rektal gemessene Temperatur über 38 °C) wird der Sollwert im dafür zuständigen Gehirnteil (Hypothalamus) wie bei einem Thermostaten nach oben verschoben.

 In einem komplexen Vorgang werden dabei u.a. auch Prostaglandine freigesetzt, das sind ähnliche Wirkstoffe, wie sie auch beim Auslösen der Wehen unter der Geburt auftreten. Über diese Prostaglandine werden bestimmte Rezeptoren gesteuert, die die Wärme abgebende Prozesse hemmen und für die Erweiterung der Blutgefäße und damit für eine steigende Körperwärme, dem Fieber, sorgen. 

 

 

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