Was ist eine Rhesus-Erythroblastose ?

Eine Rh-Erythroblastose trat vor Einführung der Rhesus-Prophylaxe in etwa 0,2-0,6% aller Schwangerschaften auf, das wären heute etwa 1200-3600 Fälle.

Eine derartige Sensibilisierung führt zu keinerlei Beschwerden der Schwangeren.
Beim Feten hingegen kommt es zum Abbau der roten Blutkörperchen, es entsteht eine Anämie (problematisch, weil die roten Blutkörperchen u.a. Träger des Sauerstoffs sind). Dieser Abbau führt zu einem vermehrten Anfall des Abbauproduktes Bilirubin (bekannt als Gallenfarbstoff), das aber über die Plazenta an die Mutter zum weiteren Abbau abgegeben wird und somit in der Schwangerschaft auch noch keine Auswirkungen auf das Kind hat.
Eine schwere Anämie kann aber in Verbindung mit einem ansteigenden kindlichen venösen Druckes zu Flüssigkeitseinlagerungen im Bereich des fetalen Kopfes, und zu einer starken Einlagerung von Flüssigkeit im Bauch kommen (Aszites). Man bezeichnet das als Hydops fetalis, verbunden mit einer extrem hohen Sterblichkeit.

 

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