Was ist eine Bauchhöhlenschwangerschaft (Extrauteringravidität)?

Als Bauchhöhlenschwangerschaft oder Extrauteringravidität (EU) bezeichnet man eine Schwangerschaft, die sich außerhalb der Gebärmutter (extra uterin) implantiert (eingenistet) hat.

Im Falle einer „EU“ hat das befruchtete Ei nach der Verschmelzung von Eizelle und Spermium bei seiner Wanderung in die Gebärmutterhöhle ca. am 5.Lebenstag die Gebärmutterhöhle nicht erreicht.
In den meisten Fällen (95 %) nistet sich das befruchtete Ei im Eileiter selbst ein. In der Nähe des Eileitertrichters (Fimbrien), das die Abnahme des Eis aus dem Eierstock übernimmt, finden sich 80 % der Bauchhöhlenschwangerschaften (ampullärer Teil). Im sog. isthmischen Teil, der für die Weiterleitung des schon befruchteten Eis verantwortlich ist, sind nur ca. 11 % der extrauterinen Schwangerschaften angesiedelt.
In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Schwangerschaft im Eierstock, zu einer Schwangerschaft im Muttermundsbereich (Zervikalgravidität) oder zu einer Schwangerschaft in der freien Bauchhöhle kommen:
Zuletzt berichtete der Spiegel am 3.2.2014 von einer „geheimnisvollen Schwangerschaft“ aus Simbabwe, die außerhalb der Gebärmutter liegend, bis zum Termin ausgetragen wurde. Dieses Ereignis ist äußerst selten. Die Schwierigkeiten vor und nach der Geburt sind darin zu sehen, dass sich der Mutterkuchen nicht in der Gebärmutter befindet, sondern außen, an Dünn- und Dickdarm und Harnblase anwächst und sich von dort seine Blutversorgung holt. Von diesen Bereichen muss die Plazenta entfernt werden, da es sonst zu unstillbaren Blutungen kommen würde. Aber auch das Abtrennen ist mit einem hohen Risiko für Blutungen verbunden.
 

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