Was ist ein habitueller Abort (wiederkehrender Abort)?

Nach der Definition der WHO (Weltgesundheitsorganisation) spricht man von einem habituellen Abort, wenn es drei aufeinander folgende Fehlgeburten gibt.
In etwa 50 % der Fälle gelingt es bislang nicht, die Ursache zu ergründen.
In bis zu 30 % der Fälle sollen angeborene Uterusanomalien (nicht korrekt angelegte Gebärmutter durch entwicklungsgeschichtliche Hemmungsfehlbildungen) dafür der Auslöser sein.
Auch immunologische (die körpereigene Abwehr betreffend) Faktoren könne ursächlich beteiligt sein.
Bei einem habituellen Abort ist also die gesamte Diagnostik gefragt, um die Ursache herauszufinden, von Chromosomenanalysen von Mutter und Vater über die Infektionsserologie (Diagnostik von Infektionen), Hysteroskopie in der nicht-schwangeren Phase, Hormonuntersuchungen bis zum Ausschluß von Gerinnungsstörungen.
Zusätzlich sollten Bestimmungen des HLA-Systems bei Mutter und Vater erfolgen und Phospholipid-Antikörper ebenso ausgeschlossen sein wie verschiedene Soffwechselstörungen.Trotz dieser großen diagnostischen Palette gelingt es leider nicht immer, eine Ursache zu ergründen.

 

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