Was ist ein fieberhafter bzw. septischer Abort (abortus febrilis)?

Das kann ein in-Gang-gekommener, ein unvollständiger oder vollständiger Abort sein, der mit Fieber einhergeht. Zusätzlich ist es zu einer Infektion in der Gebärmutter gekommen.
Nach Abnahme eines bakteriologischen Abstrichs muss unter Antibiotikaschutz eine Ausschabung erfolgen. Die Patientin sollte stationär überwacht werden, um Blutgerinnungsstörungen u.a. frühzeitig zu erkennen.

In Entwicklungsländern, aber auch bei uns noch vor ca. 30 Jahren, war der febrile Abort eine der häufigsten Notfallsituationen in der Gynäkologie. Der wesentliche Grund dafür waren nicht sachgerecht durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche z.T. mit unsterilen Instrumenten, häufig von Laien durchgeführt. Zusammengefasst wurde das unter dem Begriff des „kriminellen Abortes“, da
Abtreibungen nicht legalisiert (gesetzeskonform) waren. Erst die große Zahl dieser Aborte, verbunden mit einer hohen Komplikationsrate (Notwendigkeit der Entfernung der Gebärmutter, Tod durch Blutvergiftung (Sepsis)) führte zu einem Umdenken betr. Legalisierung des § 218 unter bestimmten Voraussetzungen.

 

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