Was ist der Triple-Test?

Frühzeitig fiel auf, dass bei Kindern mit einem Down-Syndrom (Trisomie 21) die AFP-Werte niedrig waren. Das reichte allerdings für eine statistische Wahrscheinlichkeitsberechnung zur Erkennung einer Trisomie nicht aus, so dass man nach anderen Hormonen und Eiweißen suchte, die eine Vorhersage einer Trisomie verbessern sollten.
Man fand, dass das Hormon Oestriol (ein Oestrogen) bei einer Trisomie häufig erniedrigt im mütterlichen Blut gefunden wurde, während der dritte Wert des Triple-Tests, das Schwangerschaftshormon ß-HCG (ß-Kette des humanen Choriongonadotropins), häufig erhöht ist.

Bei den Laborwerten findet man häufig die Bezeichnung "MoM". Angegeben wird meist nicht der absolute Wert, der auch von Labor zu Labor unterschiedlich wäre, sondern das Vielfache des Medians, das ist ein Wert ähnlich dem sog. Mittelwert. Beim Median liegt die eine Hälfte der Werte unterhalb, die andere Hälfte oberhalb des Medians. Beim Mittelwert werden alle Werte zusammenaddiert und durch die Anzahl der Werte geteilt. 

Aus allen 3 Werten (deshalb „Triple“-Test) inklusive des mütterlichen Alters wird eine statistische Wahrscheinlichkeit errechnet, mit der ein Down-Syndrom wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher wird. Damit war der Triple-Test (50-70% Erkennung), der zwischen der 15.-18.SSW durchgeführt wurde, zwar deutlich besser als die zuvor verwendete Altersgrenze von 35 Jahren, mit der lediglich 30 % der Kinder mit einer Trisomie erkannt wurden, aber immer noch viel zu ungenau und führte eher zur Verunsicherung als zur Klarstellung. Deshalb ist der Triple-Test mittlerweile weitestgehend durch bessere Verfahren abgelöst worden.
 

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