Was ist das Gendiagnostik-Gesetz?

Das ist ein bundesdeutsche Gesetz, das 2010 in Kraft trat,  und die Untersuchung menschlicher genetischer Eigenschaften für medizinische Zwecke regelt.

Um Gefahren und genetische Diskriminierung zu verhindern, aber die Chancen des Einsatzes zu wahren, gilt das Grundprinzip der informationellen Selbstbestimmung.

 

Daraus ergibt sich das Recht auf Kenntnis der eigenen Befunde als auch das Recht auf Nichtwissen der Befunde.

Das Gesetz führt eine Reihe von Fallbeispielen an.

 

Für die Untersuchung wird die rechtswirksame Einwilligung der betroffenen Person vorausgesetzt.

Genetische Untersuchungen zu medizinischen Zwecken dürfen nur durch einen Arzt durchgeführt werden  (nach Wikipedia).

D.h. vor jeder Messung der Nackentransparenz und vor jedem First-Trimester-Screening und vor jeder Fehlbildungsdiagnostik um die 20. SSW herum, ist eine Unterschrift der Patientin erforderlich, um sie in Kenntnis zu setzen, welche Auswirkung eine solche Untersuchung bedeuten kann: ggf. die Entscheidung über den Abbruch einer Schwangerschaft.

 

Das ist im übrigen auch der Grund, warum Krankenkassen die letzt genannten Untersuchungen nicht bezahlen müssen, da sie auch nicht (mehr) in den Mutterschaftsrichtlinien aufgeführt werden.

 

Diese Gesetz ist seit einiger Zeit (Febr. 2013) in die Kritik geraten, weil seine praktische Umsetzung auf erhebliche Schwierigkeiten stößt, und es sich bei einem Teil der diagnostischen Massnahmen auch nicht einhalten läßt.

 
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