Was ist das First-Trimester-Serum-Screening?

Es hat den Zweck, die Aussage des First-Trimester-Screenings zu verbessern. Dabei werden 2 Werte im mütterlichen Blut bestimmt, zum einen das Papp-A (pregnancy assotiated plasma-protein), ein Eiweiß sowie das ß-HCG (das ist eine Untereinheit des Schwangerschaftshormons (humanes choriongonadotropin), das schon bei der Erstfeststellung Ihrer Schwangerschaft bestimmt wurde.

Für beide gibt es einen Mittelwert, meist gemessen in MoM (multiple of median = das Vielfache des Medians, das ist so etwas ähnliches wie der Mittelwert) oder er wird in der deutschen Version als DoE (degree of extremness) angegeben. Letzteres soll noch etwas genauer sein als der MoM.

Sollte der Papp-A-Wert niedriger und der ß-HCG-Wert höher liegen als der Mittelwert würde sich das bei der Nackentransparenzmessung (bzw. FTS) erzielte Resultat zu Ihren ungunsten verändern.

In den allermeisten Fällen ergibt sich aber gerade bei Patientinnen mit einem höheren Altersrisiko ein Wert, bei dem auf einen invasiven Eingriff verzichtet werden kann. Diese Untersuchungen haben zu einer deutlichen Verringerung der Anzahl an invasiven Eingriffen wie Amniocentese und Chorionzottenbiopsie geführt. Aber noch einmal: selbst wenn der Wert unter dem Wert Ihres Altersrisikos liegt, bedeutet das noch lange kein krankes Kind.

Das ist alles ziemlich kompliziert, deshalb hat sich die FMF-Deutschland (Fetal Medicine Foundation) die sog. Chromosomenampel ausgedacht. Werte im unverdächtigen Bereich sind im grünen, solche, wo weitergehende Untersuchungen empfohlen werden, im gelben und solche bei denen man über einen invasiven Eingriff nachdenken sollte, im roten Bereich angesiedelt.

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