Was ist das Erst-Trimester-Screening (First-Trimester-Screening)?

Bei einem Screening wird festgestellt, wie häufig ein bestimmter Befund in einer Gruppe von Menschen vorkommt. Daraus wird ein Prozentsatz errechnet. Dieser Prozentsatz entspricht der Wahrscheinlichkeit mit der dieser Befund bei jedem Einzelnen vorhanden sein müsste.

Das Erst-Trimester-Screening ist eine Kombination aus einer Ultraschalluntersuchung mit der Messung der Scheitel-Steiß-Länge zur Bestimmung des möglichst exakten Schwangerschaftsalters und der fetalen Nackentransparenz in Verbindung dem Serum-Screening, bestehend aus zwei biochemischen Parametern im mütterlichen Blut, dem Papp-A (ein Schwangerschaftseiweiß – pregnancy associated plasma protein) und dem ß-HCG, dem Schwangerschaftshormon.
Mit dieser Kombination können etwa 85-90 % der Kinder mit einer Trisomie 13, 18 oder 21 (Kagan et al.(2011)), sowie Kinder mit Herzfehlern und genetische Erkrankungen erkannt werden.
„Das Erst-Trimester-Screening (ETS) oder FTS (First-trimester-screening) ist in Deutschland maßgeblich vom Qualitätskonzept der Fetal Medicine Foundation Deutschland (FMF-Deutschland) geprägt worden …. und beinhaltet jährlich flächendeckende Qualitätskontrollen aller Ärzte und Labors …,die an der Durchführung des Testes beteiligt sind (Eiben.B., Frauenarzt(2008) 49, 196).
Die FMF-London (Prof. Nicolaides) war Vorbild für de später gegründete FMF-Deutschland. Die in beiden enthaltenen Algorithmen sind nur in den speziellen zertifizierten FMF-Programmen enthalten. (Ein Algorithmus ist eine aus endlich vielen Schritten bestehende, eindeutige und ausführbare Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer Klasse von Problemen.(wikipedia).
 

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