Was ist beim feto-fetalen-Transfusionssyndrom (FFTS) ein Donor- und was ein Akzeptor-Zwilling?

Der Donorzwilling (Spender) versorgt den Akzeptorzwilling (Empfänger) mit Blut.

Der Donor ist durch die Blut"transfusion" häufig kleiner und weil sein Blutvolumen reduziert ist, kommt es auch zu einer geringeren Urinausscheidung und somit zu einem Oligohydramnion, also zu einer Verminderung der Fruchtwassermenge (Fruchtwasserdepot im Ultraschall unter 2 cm), Durch die allgemeine Mangelversorgung kann der Fetus im schlimmsten Falle vorgeburtlich absterben oder liegt in extrem wenig Fruchtwasser (stuck-twin).

Der Akzeptor (der Empfänger) wird mit mehr Blut versorgt, wird also größer, produziert mehr fetalen Urin und liegt damit häufig in einem Hydramnion (einem Zuviel an Fruchtwasser – Fruchtwasserdepot über 8 cm, nach der 20. Schwangerschaftswoche über 10 cm). Dieses Hydramnion kann Wehen auslösen und zu einem vorzeitigen Blasensprung führen.

Gleichzeitig kommt es aber beim Akzeptor zu einer erheblichen Mehrbelastung des Herzens, weil deutlich mehr Blutvolumen bewegt werden muss. Dies kann zu einer Herzinsuffizienz und vermehrten Flüssigkeitseinlagerungen in Haut, Bauchhöhle und Lunge führen und letztlich durch Herzversagen zum vorgeburtlichen Tod führen.

Aus beidem ergibt sich eine problematische Situation:
Sollte ein Kind absterben (im Allgemeinen zuerst der Akzeptor), ist leider damit zu rechnen, dass auch das 2. Kind kurze Zeit später abstirbt, und selbst wenn dieses nicht geschieht, bleiben häufig Hirnschäden zurück.

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