Warum verändert sich bei Schwangeren der Haarwuchs?

Während der Schwangerschaft wachsen die Haare besser, weil sie länger in der Wachstumsphase bleiben. Alle Haare der Kopfhaut unterliegen in ihrem Wachstum einem Zyklus, der aus der Wachstumphase von drei bis sechs Jahren, der Übergangsphase von wenigen Tagen und der Ruhephase von drei bis vier Monaten besteht. Bei einer gesunden Kopfhaut sind mehr als 80 Prozent der Haare in der Wachstumsphase, rund ein bis drei Prozent der Haare in der Übergangs- und weniger als 20 Prozent in der Ruhephase.

Durch die höheren Östrogenwerte während der Schwangerschaft wird die Wachstumsphase der Haare verlängert. Weniger Haare fallen aus. Die Kopfhaare sind also während der Schwangerschaft verstärkt auf Wachstum ausgerichtet. Die Haare wirken voller und attraktiver. Mit Ende der Schwangerschaft wechseln dann aufgrund des plötzlichen Östrogenabfalls sehr viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase und werden nach  circa drei Monaten durch neu wachsende Haare abgestoßen. Das ist dann der gefürchtete, aber normale Haarausfall nach einer Schwangerschaft (postpartales Effluvium). Nach maximal 15 Monaten pendelt sich das normale Haarwachstum wieder ein.

 Alle Fragen zum Thema „Haut und Schwangerschaft“, sind mit Einverständnis der Autoren dem Buch: „Haut, gesund, schön, gepflegt“ von Prof. Dr. V. Steinkraus, Prof Dr. K. Reich und Marie-Anne Schlolaut, erschienen im Dumont-Verlag, entnommen.

 

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