Warum treten Besenreiser, Krampfadern und schwere Beinen in der Schwangerschaft gehäuft auf?

Jede dritte Frau entwickelt Krampfadern in der Schwangerschaft. Nach der Geburt verschwinden sie häufig wieder.

• Venen, die das sauerstoffarme Blut zum Herzen zurückführen sollen, können Krampfadern und Besenreiser (kleinste erweiterte Venen) bilden. Sie sollen das Blut aus allen Körperteilen, häufig gegen die Schwerkraft z.B. von den Beinen, zum Herzen befördern.
Damit das Blut nicht in die falsche Richtung fließt, sind in den Venen sog. Ventilklappen im Abstand von 4-6 cm vorhanden. Eine sog. Muskelpumpe z.B. in den Waden unterstützt den Rückfluss des Blutes zum Herzen.
Bei verstärkten Belastungen, z.B. durch zu langes Stehen oder in der Schwangerschaft durch die größere Gebärmutter, sind die erschlafften Gefäße durch die Behinderung des Rückflusses nicht mehr in der Lage, den Rückfluss zu gewährleisten und das Blut staut sich, erweitert die Gefäße, die dadurch Krampfadern bilden.
• Zunächst einmal gibt es bei verschiedenen Beschwerden ein wiederkehrendes Problem: der hormonelle Einfluss auf die sog. glatte Muskulatur, die auch Blutgefäßen vorkommt. Das Hormon Progesteron führt zu einer Erschlaffung dieser Muskulatur und begünstigt damit das Versacken des Blutes in den Beinen. Dies führt zu Erweiterungen der muskelschwachen Venen, was sich in schweren Beinen, Besenreisern und Krampfadern bemerkbar macht.
 

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