Warum teilt man den Geburtsverlauf in Phasen ein?

Diese Einteilung ist der Versuch den natürlichen Prozess der Geburt, der bei jeder Frau ein wenig anders verläuft in in ein allgemein gültiges Schema zu passen.

Einer meiner Professoren sagte einmal: "Die Natur, die ist kein Schema, doch das Schema ist bequema".

Allerdings gibt es bei jeder Geburt Abläufe, die gleich sind: Der Durchtritt des kindlichen Köpfchens durch den Geburtskanal. Fast alle Kinder treten mit ihrem längsovalen Kopf in den querovalen Beckeneingang ein und werden über den längsovalen Beckenausgang geboren. Beim Tiefertreten des kindlichen Köpfchens muss also eine Drehung durchgeführt werden, die anschließend vom Körper nachvollzogen werden muss.

Es kommt also in Beziehung zum mütterlichen Becken zu unterschiedlichen Höhenständen des Köpfchens, was für die Beurteilung des Geburtfortschrittes von Bedeutung ist und im Notfall zu unterschiedlichen Handlungsweisen führt, d.h. bis wann man noch einen Kaiserschnitt machen könnte und ab wann das Köpfchen mit einer Zange oder einem Vacuum-Extraktor hinausgeleitet werden muss.

Das gleiche gilt für bestimmte Formen der Schmerzlinderung unter der Geburt.

 

 

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