Warum steigt die Rate an operativen Eingriffen ab 40+0 Schwangerschaftswoche an?

Dafür sind verschiedene Gründe verantwortlich wie erhöhtes mütterliches Alter, große Kinder und auffällige CTGs.

  • Da das Gebäralter der Mütter ständig steigt, steigt statistisch gesehen auch das Risiko, kein gesundes und lebendes Kind zu gebären.
  • Obwohl die Wachstumskurve der Kinder zu diesem Zeitpunkt flacher verläuft, kann eine steigende Gewichtszunahme den normalen Geburtsvorgang verkomplizieren (Die Gewichtsbestimmung mittels Ultraschall, wird leider immer ungenauer, je größer die Kinder werden). Je größer ein Kind, umso größer wird unter Umständen das Missverhältnis zwischen Kopf und mütterlichem Becken.
  • Das Risiko einer Mekoniumaspiration steigt an. Mekonium ist das Kindspech, also der Stuhlgang, der aus abgeschilferten Zellen der Darmwand und Galle des Kindes besteht. Dieser Stuhlgang tritt normalerweise erst nach der Geburt auf, kann aber bei einem Sauerstoffmangel bereits noch unter der Geburt stattfinden. Da das Kind auch vorgeburtlich schon "atmet" (d.h. Atembewegungen vollzieht), wird das Mekonium aspiriert (es gelangt in die Lunge) und kann die Atemwege verlegen und Infektionen nach sich ziehen.                                                                                                  
  • Zumindest diese 3 Gründe führen zu einer sowohl höheren vaginal-operativen Entbindungs- als auch zu einer erhöhten Sectiorate (Kaiserschnittsrate).
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.