Warum sollte ich auch nach Blutungen in der frühen Schwangerschaftsphase eine Anti-D-Prophylaxe erhalten?

Die embryonale Blutbildung beginnt überraschend früh, und das Rhesus-Antigen ist bereits ab dem 30.-45. Tag nach Empfängnis vorhanden. In der Schwangerschaft kommt es immer wieder zum Übertritt kleiner Mengen an roten Blutkörperchen mit dem Rh-Antigen in den mütterlichen Kreislauf. Das könnte eine Sensibilisierung, d.h. die Bildung von mütterlichen Antikörpern, auslösen, die dann auf das ungeborene Kind übertreten und die kindlichen Blutkörperchen zerstören können.

Insofern sollte auch schon sehr früh, besonders nach Ereignissen, wie Blutungen, Fehlgeburten, Schwangerschaftsabbrüchen, Blasenmolen und Bauchhöhlenschwangerschaften sowie nach Chorionzottenbiopsien und Fruchtwasserpunktionen eine Rhesus-Prophylaxe erfolgen.

 

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