Wann spricht man von einer Frühgeburt?

Findet die Geburt vor der 37. vollendeten Schwangerschaftswoche (SSW) statt, spricht man von einer Frühgeburt.                                                                             Insgesamt ist der sehr komplexe Vorgang der Entstehung von vorzeitigen Wehen oder vorzeitigem Blasensprung nach wie vor weitgehend ungeklärt. Aber es gibt eine Reihe von Risiken, die Frühgeburten fördern können.  Man unterscheidet dabei u.a.:

  • Frühgeburt von Kindern vor 22+0 Schwangerschaftswoche (SSW):
    Trotz der erheblich verbesserten Möglichkeit, Frühgeborene zu behandeln, muss in diesen Schwangerschaftswochen von einem nicht lebensfähigen Kind ausgegangen werden.
  • Frühgeburt von Kindern mit 22+0 SSW bis 23+6 SSW:
    Hier steigt zwar die Überlebenschance auf fast 50 %. Das Risiko erheblicher körperlicher und geistiger Behinderungen ist aber deutlich erhöht. Bei der Versorgung dieser extrem früh geborenen Kinder sollen kindliche und elterliche Bedürfnisse gegeneinander abgewogen werden.
  • Frühgeburt von Kindern mit 24+0 SSW und mehr:
    Hier sind die Überlebenschancen dank der z. T. hervorragenden neonatologischen Versorgung (spezialisierte Abteilung zur Behandlung von Früh- und Neugeborenen)  erheblich besser und erreichen bis zu 80 %. Dennoch gibt es auch in diesem Lebensalter Grenzsituationen, in denen man zum Wohle des Kindes oder der Eltern auf eine intensivmedizinische Versorgung verzichtet.
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