Wann spricht man von einem „Eisenmangel“?

Zur Bestimmung des Eisengehaltes wird lt. Mutterpass der Hämoglobinwert (Hb) bestimmt. Die Untergrenze bei Schwangeren wird mit 11g/100ml angegeben. Werte unter dieser Grenze sollten mit Eisen behandelt werden.

 

Das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen ist ein Eiweiß (Protein), in das Eisen eingelagert ist. In einen Eisenkomplex wird der lebensnotwendige Sauerstoff eingebunden und kann so transportiert werden. Im Übrigen ist das Hämoglobin für die rote Farbe des Blutes verantwortlich.

 

Üblicherweise wird in der Praxis der Hb-Wert bestimmt und damit indirekt das Eisen.

Sollte er mehrfach unter 11g/100ml liegen, können ein kleines Blutbild und eine Bestimmung des Blut-Ferritinwertes ein genaueres Bild ergeben. Die Bestimmung des Eisenwertes selbst ist wegen der großen Schwankungsbreite unsicher.

 

Als Therapie sollte dann Eisen in Form von Tabletten gegeben werden, bei extremer Anämie (Blutarmut) muss Eisen manchmal in Form von intravenösen Spritzen gegeben werden, weil u. U. zu wenig Eisen aus dem Darm aufgenommen wird.  

 

Hinweis: Eisentabletten sollten niemals für Kinder erreichbar sein. Bereits 5-10 Kapseln, auf einmal eingenommen, können erhebliche Vergiftungen bei Kindern hervorrufen.

 

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