Wann sollten Antibiotika eingesetzt werden und wann nicht. (Bündnis für die gezielte Antibiotika Therapie).

Das häufige Verschreiben und die daraus resistierende Antibiotika-Resistenz haben dazu geführt, dass jetzt in Hamburg und in anderen Bundesländern ein "Bündnis für die gezielte Antibiotika Therapie" gegründet wurde, (von unserer Expertin Frau Dr. Katja Peters) an dem namhafte Berufsverbände (z.B. Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte, Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin u.v.a.m) mit Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung un der Universitäsklinik Hamburg Eppendorf beteiligt sind.

Dieses Bündnis stellt folgende Forderungen:

  1. Antibiotika sollen nur bei Infektionen durch Bakterien eingesetzt werden
  2. Antibiotika können Nebenwirkungen haben
  3. Bei Virusinfektionen der Atemwege helfen oft Hausmittel und evt. Schmerzmittel (wie Ibuprofen/Paracetamol, Anm. Redaktion)
  4. Nehmen Sie keine Antibiotika von Bekannten, oder solche, die Sie noch im Haushalt haben.
  5. Nehmen Sie Ihr verordnetes Antibiotikum nach ärztlicher Anwendung für den von Ihrem Arzt vorgeschlagenen Zeitraum. (Sonst wird immer nur ein Teil der Bakterien abgetötet, diejenigen aber, die die zu kurze Antibiotika-Gabe überleben, werden bei einer neuen Infektion nicht mehr von dem Antibiotikum erreicht, sie werden resistent. Anm. der Red.)
  6. Wenn Ihr Arzt Ihnen eine Antibiotikum verordnet, lassen Sie sich erhklären, warum dies notwendig ist. (Hierzu sollte ein Abstrich z.B. vom Rachen oder aus der Nase für eine Bakterienkultur und eine Bestimmung der C-reaktiven Proteins (CRP) erfolgen, um mit hoher Sicherheit eine bakterielle Infektion von einer durch Viren ausgelöste Infektion zu unterscheiden, Anm.der Red.).

 

 

 

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