Vorbeugung

Zunächst einmal sollten Sie sich informieren, ob das Gebiet in dem Sie wohnen oder Urlaub machen zu einem Borrelien-Risikogebiet zählt.. Auch, wenn man sich theoretisch überall infizieren kann, findet sich doch in Europa eine starkes Süd-Nord-Gefälle.
In gefährdeten Gebieten sollten Sie Wiesen und Gebüsch nur mit langen Hosen (Strümpfe über die Hosenenden) und ohne offene Schuhe betreten.

Da das besonders bei Kindern eine wenig praktikable Maßnahmen ist, sollten Sie jeden Abend Ihre Kinder zum „Zeckenappell“ rufen und ihre Haut auf Zecken untersuchen, um diese schonend zu entfernen, z.B. mit einer Pinzette. Zecken verhaken sich gerne an warmen, gut durchbluteten Hautregionen wie Kniekehle und Genitalbereich und in dem behaarten Kopfbereich.
Eine Alternative zur Pinzette ist eine Zeckenkarte, notfalls die Finger.
Aber versuchen Sie immer dabei, den Körper der Zecke nicht zu quetschen, sondern die Pinzette zwischen Zeckenkopf und Körper zu platzieren und die Zecke herausziehen. Durch das Quetschen würden deutlich mehr Bakterien ins Blut gelangen. Das gleiche passiert, wenn die Zecke länger als 16 Stunden saugen kann, denn nicht bei jedem Stich werden Borrelien sofort übertragen.
Die Infektionsrate beträgt nur etwa 5 % – 10 %. Deshalb macht es auch keinen Sinn, eine gefangene Zecke selbst auf Borrelien zu untersuchen. Das tatsächliche klinische Auftreten einer Lyme-Borreliose liegt etwa bei 2-4 %.
Deshalb ist auch eine prophylaktische Antibiotikagabe nicht indiziert.

Wenn man in ein typisches Zeckengebiet reist, ist es sinnvoll, zuvor eine Impfung gegen die FSME-Viren durchführen zu lassen, die ebenfalls von den Zecken übertragen werden. Sie lösen die Frühsommer-Meningo-Encephalitis aus.

 

 

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