Trinkt mein Säugling genug?

Trinkstörungen bei jungen Säuglingen können problematisch sein.

Wenn die Muttermilch bei gestillten Säuglingen innerhalb kurzer Zeit weniger wird, meldet sich der Säugling in der Regel durch kräftiges Schreien. Dadurch weiß die Mutter, dass sie zufüttern muss. Wenn das Kind danach wieder fröhlich und friedlich ist, war ihre Vermutung richtig und sie braucht den Arzt nicht aufsuchen.

Wenn ein Neugeborenes in den ersten Lebenstagen zu wenig Muttermilch erhält, gewöhnt es sich sehr schnell daran und schreit nicht nach mehr Nahrung. Wenn die Familie nicht von einer Hebamme betreut wird, wiegt sich die Mutter in falscher Sicherheit. Der Säugling nimmt kaum an Gewicht zu und erhält zu wenig Kalorien für die weitere Entwicklung des Gehirns und der übrigen Organe. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, ist in den ersten Lebenswochen eine Vorsorgeuntersuchung vorgesehen.

Im späten Säuglingsalter kommt es nicht selten zu Fütterstörungen durch die Löffelmahlzeit, die dann konsequent abgelehnt wird.

Ebenso kann das nächtliche Abstillen Probleme bereiten. Hier muss die Mutter durch ein psychologisch einfühlsames Gespräch beruhigt werden, um die guten Beziehungen zwischen Mutter und Kind nicht zu stören.

Das zweite Lebensjahr ist durch eine wachsende Autonomie des Kindes gekennzeichnet. Hier kann es beim Essen zur Austragung von Machtspielen kommen, in dem durch exzessives Trotzverhalten die angebotene Nahrung konsequent verweigert wird.

Kinder sollen in dieser Phase auf keinen Fall zum Essen gezwungen werden. Sie können eher einmal hungern, wenn auf genügende Trinkmenge geachtet wird.

 
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