Stimmt die Aussage: „Jedes Kind kostet einen Zahn“?

Diese Aussage hat in der heutigen Zeit keine Gültigkeit mehr. Der Ursprung zu dieser "Weisheit" liegt im veränderten Mineralstoffwechsel der Schwangeren und dem erhöhtem Calciumbedarf. Im Laufe der Schwangerschaft werden ca. 30g Calcium aus den Calciumbeständen der Mutter für das Baby benötigt und wenn die Mutter Mangelerscheinungen hatte, was früher öfter vorkam, wurden diese durch eine Schwangerschaft noch größer und führten schlimmstenfalls zum Zahnverlust.

Außerdem ist in der Schwangerschaft der Säuregehalt im Speichel erhöht, und damit die Anfälligkeit des Zahnschmelzes für Karies größer. Beides lässt sich heutzutage durch regelmäßige Zahnarztbesuche während der Schwangerschaft, Kontrolle des Calciumspiegels und lokale Flouridanwendungen gut in den Griff bekommen.

 
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