Sind Bio-Lebensmittel gesünder?

Verbraucher haben offensichtlich großes Vertrauen in Bio-Lebensmittel. Sie erwarten dabei sowohl eine artgerechte Tierhaltung, einen höheren Nährstoffgehalt, geringe Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, als auch einen Vorteil für Ihre Gesundheit.

Wo „Bio“ draufsteht, ist auch „Bio“ drin, so vor über einem Jahr das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

 

Nun fanden aber kalifornische Wissenschaftler, unter Berücksichtigung von 223 Untersuchungen, kaum Unterschiede dafür, dass Bioprodukte nährstoffreicher oder mit weniger Bakterien belastet seien als Produkte aus konventioneller Herstellung.

(Smith-Spangler,C et al. Ann. Intern Med (2012)157(5):348). 

 

Allerdings findet sich keine Langzeitstudie über mehr als 2 Jahre unter den untersuchten Publikationen, so bleibt weiter unklar, welchen langfristigen Einfluss Pestizide auf den menschlichen Organismus haben. Auch der Einfluss der in der konventionellen Tierhaltung übermäßigen Verwendung von Antibiotika z.B. auf die Ausbildung von Antibiotika-Resistenzen in unserem Organismus ist weitgehend ungeklärt.

Man fand aber heraus, dass zumindest das Risiko, Pflanzenschutzmittel mit dem Bio-Gemüse zu sich zu nehmen, vermindert sei.

 

Natürlich spricht die Untersuchung in keiner Weise gegen die Verwendung von Bio-Lebensmittel. Wichtiger aber bleibt in der Schwangerschaft und bei der Ernährung von Kindern der Konsum von frischem Gemüse und Obst, von Vollkornprodukten und eher fettarmer Milch unter Vermeidung von Fast-Food und Colaprodukten.

 
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