Sie sind über die 40+0. Schwangerschaftswoche (d.h. über die 41. Schwangerschaftswoche) hinaus. Was müssen Sie tun? Was macht Ihr Arzt/Ärztin oder Ihre Hebamme?

Die Empfehlungen gehen dahin, dass Sie ab der 40+0. SSW alle 3 Tage Ihren Arzt aufzusuchen sollten. 

Zur Überwachung des Kindes dient in erster Linie das Cardiotokogramm (CTG), der Herzton-Wehenschreiber. Dabei lassen sich die Herzfrequenz des Kindes und auch der Wehendruck erkennen und messen.

Das Wohlergen des Kindes lässt sich dabei am Verlauf der Herzfrequenz, besonders auch in Beziehung zu vielleicht vereinzelt auftretenden Wehen beurteilen. Aus einem möglichen Abfall der Herzfrequenz unter einer Wehe können Arzt und Hebamme sogar erkennen, ob eine Umschlingung durch die Nabelschnur oder eine unzureichende Versorgung der Plazenta vorliegt.

Ein Wehen-Belastungstest, bei dem über eine Oxytocin-Infusion (wehenauslösendes Hormon)  Wehen erzeugt und mit dem CTG die Herzaktionen beobachtet werden, kann keine absolut zuverlässige Aussage über das Befinden eines Kindes machen.

 

Verändert sich die Herzfrequenz auffällig, wird man zur Einleitung der Geburt raten.

Eine Amnioskopie (Fruchtwasserspiegelung von der Scheide aus) wird nur noch selten vorgenommen.

 

Je länger eine Schwangerschaft über den errechneten Geburtstermin hinausgeht, umso größer werden die Risiken für Mutter und Kind. Die Plazenta, der Mutterkuchen, wächst gegen Ende der Schwangerschaft immer weniger. Sie kann das größer werdende Kind unter Umständen immer schlechter versorgen. Das macht sich zuerst an der Fruchtwassermenge bemerkbar, die nach und nach abnimmt, weshalb die Fruchtwassermenge in 3-tägigen Abständen mittels Ultraschall bestimmt werden sollte.

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