Sie sind in der 12. Schwangerschaftswoche und haben sich mit Windpocken infiziert, was können Sie tun?

Nur in seltenen Fällen kommt es bei der Windpockeninfektion der Mutter in dieser frühen Schwangerschaftswoche zu einer Infektion des Kindes. Aber Sie sollten unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen.
Möglicherweise wird er Ihnen mittels einer passiven Immunisierung Antikörper spritzen, die den Ausbruch der Erkrankung aber nur dann verhindern können, wenn noch keine Hauterscheinungen (Exanthem (gr. exantheo – "ich blühe auf") mit Bläschen und Krusten) aufgetreten sind. Die Spritze sollte also in den ersten 72, max. 96 Stunden gegeben sein.
Aber, Sie brauchen sich nicht zu sehr ängstigen, nur in seltenen Fällen (ca. 2 %) geht das Virus bis zur 22. Schwangerschaftswoche überhaupt auf das Kind über und führt zum kongenitalen Varizellen-Syndrom (siehe "Was ist an Windpocken in der Schwangerschaft so gefährlich?").
Mittels Ultraschall kann versucht werden zu klären, ob das Kind ebenfalls infiziert wurde. Sicherer und genauer ist allerdings der direkte Virusnachweis im Fruchtwasser.

 

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