Sie haben einen grünen Star / Glaukom – wie soll man sich während der Schwangerschaft verhalten?

Der grüne Star wird in der Regel durch lokal am Auge gegebene Augentropfen behandelt. Das Ziel ist eine Augendrucksenkung zum Schutz des Sehnerven. Leider existieren keine systematischen Untersuchungen zu den verwendeten Augentropfen und deren mögliche Nebenwirkungen auf das ungeborene Kind. Die Menge, die bei der Augendrucksenkung lokal appliziert wird, ist jedoch im Vergleich zur systemischen Gabe (z.B. Tabletten zur Blutdruckregulation) äußerst gering. Dennoch sollten Sie die Therapie während und nach der Schwangerschaft unbedingt mit Ihrem Augenarzt besprechen.

Als unkompliziert und lange erprobt (seit über 30 Jahren zugelassen) zeigt sich Timolol® als Augentropfen (Betablocker) während der Schwangerschaft. Auswirkungen auf den Fetus sind nicht beschrieben.

Besprechen Sie bitte mit Ihrem Augenarzt das weitere Vorgehen. Ggf. wird der Augenarzt für den Zeitraum der Schwangerschaft eine Behandlungspause empfehlen.

Auch nach der Schwangerschaft – während der Stillzeit – sollte die Therapie mit Ihrem Augenarzt besprochen werden. Manche Medikamente reichern sich in der Muttermilch an.

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