Ödeme: Soll ich Salzen oder nicht?

Noch bis in die 90er Jahre galt vielfach:
1. nicht Zusalzen, 2. Reistage und 3. Obsttage.

Eine sehr dankenswerte Initiative ist den Gestose-Frauen, einer Selbsthilfegruppe (www.gestose-frauen.de), zu verdanken:

Ausgehend von eigenen, schlechten Erfahrungen mit der obigen Behandlungsweise, haben sie bei anderen Frauen, die eine Gestose hatten, nachgefragt, ob Ihnen das Nicht-Zusalzen, die Reis- oder Obsttage geholfen hätte.

Ernähren Sie sich bitte völlig normal, also fettarm, eiweißreich und reich an Ballaststoffen und salzen Sie zunächst einmal nicht übermäßig.

Was ist eine Gestose / Präeklampsie?
Eine Gestose ist eine typische Schwangerschaftserkrankung, die mit Ödemen (E=engl: Edema), Eiweiß im Urin (P= Proteinurie) und Bluthochdruck (H-Hypertonie), im internationalen Sprachgebrauch als EPH-Gestose bezeichnet wird; leider etwas verwirrend: sie wird auch als Präeklampsie bezeichnet.
Das Wort Prä steht für „vor“ und das Wort „Eklampsie“ für Schwangerschaftskrampf, das sind gefürchtete Krämpfe bei Schwangeren, die mit oder ohne Bewusstseinsverlust einhergehen können, und zu einer massiven Gefährdung von Kind und Mutter führen, meist im Rahmen einer Plazentainsuffizienz (Mangelversorgung der Plazenta).

Als das von den Befragten der „Gestose-Frauen“ überwiegend verneint wurde, hat man sich mit einem Ernährungsphysiologen zusammengesetzt und noch einmal neu angefangen, „zu denken“.

Das überraschende Ergebnis war, dass genau das Gegenteil von dem, z.B. Salz-arm essen, was bislang Ärzte und Hebammen im Falle einer Gestose empfohlen hatten richtig war.      

Im Falle einer von Ödemen dürfen Sie nun ordentlich zu-salzen.
Allerdings sollten Sie sich hierzu ausführlich bei den Gestose- Frauen (www.gestose-frauen.de) informieren und das auf jeden Fall mit Ihrem Arzt absprechen, ganz besonders im Falle von gleichzeitiger Blutdruckerhöhung.
 

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