Nach der Geburt kann der Damm besonders schmerzhaft sein. Ist das normal?

Als "Damm" wird der Bereich zwischen Scheide und Darm bezeichnet, der unter der Geburt besonders belastet und gedehnt wird. 

Durch die Belastung (Durchtritt des kindlichen Köpfchens) kommt es in diesem Bereich häufig zu Einrissen. Auch ein guter Dammschutz der Hebamme wird das nicht immer verhindern können. Um schwer zu versorgende und schlechter heilende Dammrisse zu vermeiden, ist manchmal ein Dammschnitt unvermeidlich, der nach der Geburt operativ einfacher zu versorgen ist als ein Einriß.

Diese Region schmerzt nach der Geburt häufig, zumal sie nur schwer sauber gehalten werden kann, woduch es zu Schwellungen und Infektionen kommen kann. Auch das Wasserlassen kann schmerzhaft sein, wenn die Wunde mit dem Urin in Kontakt kommt. Lassen Sie zeitgleich handwarmes Wasser darüberlaufen.

Gegen die Schmerzen hilft Paracetamol sowie Icepacks in einem Handtuch an die schmerzende Stelle gelegt. Da auch das Sitzen häufig schmerzt, ist ein Sitzring hilfreich, z.B. ein aufgeblaserner Schwimmring. Auch die Anwendung von Kamillen- oder Arnika-Sitzbäder in lauwarmen Wasser ist hilfreich.

Auch der Stuhlgang kann als schmerzhaft empfunden werden. Sorgen Sie durch ausreichendes Trinken und durch eine ballastreiche Kost dafür, dass es nicht zur Verstopfung kommt. Notfalls hilft ein Mini-Klistir z.B. Microklist®.

 

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