Muss man eine vorgeburtliche Diagnostik (Praenataldiagnostik) machen lassen?

Nein, denn es ist allein Ihre Entscheidung, ob Sie wissen wollen, ob Ihr Kind gesund ist. Vorab sollten Sie aber wissen, dass 96 % aller Kinder gesund zu Welt kommen. Dennoch bleiben bei vielen Frauen Ängste bestehen. Eine Praenataldiagnostik (vorgeburtliche Diagnostik) soll im wesentlichen dazu beitragen, Ihre Ängste zu mildern. In seltenen Fällen kann eine solche Diagnostik aber auch Ängste auslösen und Sie vor Entscheidungen stellen. Wie gehen Sie damit um, wenn ein Kind nicht gesund zu sein scheint.

Auf eine solche Mitteilung reagieren Mütter und Väter meist vollkommen unterschiedlich:
Mütter haben bereits längst eine emotionale Bindung zu Ihrem ungeborenen Kind entwickelt; deshalb überwiegen hier auch meist die Bauchentscheidungen. Väter hingegen sehen das ganze eher rational und treffen Kopfentscheidungen.

Wichtig ist hier eine intensive, nicht direktive Beratung (d.h. eine, die Ihnen nicht vorschreibt, was Sie zu tun haben) und intensive Gespräche mit dem Partner. Bei gravierenderen Fehlbildungen ist es zudem immer sinnvoll, eine 2. Meinung (second opinion) z.B. in einem Praenatalzentrum einzuholen.

Eine solche Beratung erhalten Sie am besten von Humangenetikern und anderen zum Teil staatlichen oder kirchlichen Beratungsstellen.

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