Muss ich zusätzlich zur Folsäure Jodtabletten einnehmen?

Deutschland ist ein Jodmangelgebiet. Insofern sollte gerade in der Schwangerschaft ein Jodmangel vermieden werden. Seefisch ist eine der wichtigsten Jodquellen, zumindest sollte man jodiertes Salz verwenden.

 

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement (Erklärung s. nächste Frage), das in unserer Nahrung meist in zu geringer Dosierung vorkommt. Der tägliche Jodbedarf liegt etwa bei 200 µg pro Tag, bei Schwangeren und Stillenden steigt er bis auf 250 µg pro Tag. Die durchschnittliche bundesweite Aufnahme liegt aber nur bei 120 µg

 

Bei einem Jodmangel kann es zu einer Vergrößerung der Schilddrüse kommen (Kropf). Etwa 100.000 Schilddrüsenoperationen gehen auf den Jodmangel zurück.

Ein Jodmangel in der Schwangerschaft führt zudem zu einer Mangelsituation des ungeborenen Kindes insbesondere auch des Gehirns und kann zur geistigen Behinderung führen.

 

Um diesen Mangel zu beheben, sind viele Länder dazu übergegangen, dem Salz Jod beizumischen. Da in der Schwangerschaft ohnehin nicht mehr salzarm gegessen werden muss, wie man früher meinte, ist jodiertes Salz somit die einfachste Form der Jod-Mangelbeseitigung.

Ein Jodmangel  kann  mit  Tabletten behoben werden, in denen meist noch eine Reihe weiterer Wirkstoffe wie Folsäure, Magnesium und Vitamine enthalten sind.

 

Eine Jod-Überdosierung gibt es beim Jod nicht, da zuviel aufgenommenes Jod mit dem Urin ausgeschieden wird.

Statt Tabletten können Sie aber auch 2 Fischmahlzeiten pro Woche zu sich nehmen, das deckt bereits ein Viertel des wöchentlichen Jodbedarfs. Eine der wichtigsten Jodquellen ist Seefisch, wie Seelachs, Scholle, Kabeljau, Schellfisch oder Rotbarsch. Wer keinen Fisch mag, sollte wenigstens jodhaltiges Salz verwenden.

 

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