Können GnRH-Analoga während der Chemotherapie die Eierstöcke schützen?

Hierbei geht es um einen effektiven medikamentösen Schutz der Eierstöcke, die der Behandlung mit den zytotoxischen ( Zellgifte ) Medikamenten bei der Krebsbehandlung ausgesetzt sind.

Dabei zeigen sich die GnRH-Analoga (Medikamente, die dem Gonadotopin releasing Hormon entsprechen) vielversprechend.  Das Gonadotropin wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und ist für die Stimulierung der Eierstöcke verantwortlich. 

Aus den – unter "Bestrahlung, s.o." aufgeführt – gewonnenen Erkenntnissen weiß man, dass die Eierstöcke von Mädchen vor der Pubertät von den Zellgiften und Strahlen wesentlich weniger angegriffen werden, als funktionsfähige Ovarien. 

Diesen Zustand versucht man durch die Gabe von GnHR-Analoga auch bei Eierstöcken in der fruchtbaren Phase der Frau zu erreichen. Überwiegend wird dann die Ausschüttung des Follikel-stimulierenden Hormons (FSH fördert die Eireifung) gehemmt. GnRH-Analoga werden meist als Dreimonatsspritze verabreicht, möglichst aber schon 1 Woche vor Beginn der Chemotherapie.

Dazu gibt es bislang 9 kontrollierte Studien, die Datenlage ist bislang aber bei weitem noch nicht so, dass diese Methode nun uneingeschränkt empfohlen werden kann.

 
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