Kinder zwischen einem und drei Monaten mit Fieber über 38,5 Grad. Was sollte man tun?

In diesem Alter ist bei Fieber nur noch selten mit einer scheren bakteriellen Infektion zu rechnen. In den meisten Fällen handelt es sich hier im Winter um virale Infekte u.a. durch das RSV-Virus (Respiratory-Syncitial-Virus) und durch Influenzaviren. Im Sommer und Herbst dominieren die Enteroviren, die im Darm ihr Unwesen treiben. Auch Harnwegsinfekte sind häufig. 

Für Kinder in diesem Alter steht an erster Stelle die Behandlung mit verdünntem Fenchel- oder Kräutertee. Um einen Hitzestau zu vermeiden, sollte leichte Nachtwäsche und eine leichte Zudecke benutzt werden und für frische, feuchte Zimmerluft gesorgt sein. Stosslüften und ein Wäscheständer mit frisch gewaschener Wäsche oder saubere, feuchte Handtücher, die man auf die warmen Heizkörper legt, sorgen für gute Raumluft.

Sollte die Körpertemperatur zu sehr ansteigen, über 39,5 °C, können  handwarme Leibwickel bei Kleinkindern hilfreich sein, die etwas kühlen und zugleich den Überschuss an Wärme abtransportieren. Sollte das Fieber nicht sinken, wird der Arzt/Ärztin Zäpfchen verschreiben, z.B. Ibuprofen oder Naproxen. Auf keinen Fall darf das Trinken nicht vergessen werden!

Selbstverständlich muss das Fieber medikamentös gesenkt werden, wenn es mit Bewusstseinsstörungen, Mattigkeit, auch verbunden mit Durchfall und Erbrechen, Fieberkrämpfen und Luftnot einhergeht. Dann ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig, um eine sofortige intravenöse Flüssigkeits- und Antibiotikatherapie durchzuführen.

 

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