Kann fremde Muttermilch infiziert sein?

Fremde Muttermilch kann mit Hepatitis oder HIV infiziert sein. Sie ist zudem nicht pasteurisiert und damit keimfrei gemacht (Ausnahme die staatlichen Muttermilchbanken). Wir verwenden wegen der Infektionsgefahr ja auch keine melkfrische Milch (Rohmilch) vom Bauernhof.


Prof. Sarah Keim von der Ohio States Universität hat in einer Studie von mehr als 100 Muttermilch-Proben über das Internet bestellt. Sie war überrascht, wie stark diese Muttermilch kontaminiert (mit Bakterien verunreinigt) war: Kuhmilch würde bei so vielen Bakterien sofort vom Markt genommen werden. Dreiviertel der Proben waren so stark belastet, dass die amerikanischen Milchbanken sie nicht annehmen würden. Es fanden sich Coli-Bakterien (Darmbakterien), Streptokokken, Staphylokokken (Eitererreger) Cytomegalie-Viren und Salmonellen, die die gefährliche Durchfallerkarnkung hervorrufen. Das Pasteurisieren würde die meisten Keime wohl abtöten, aber wer hat schon die nötige Ausrüstung, um Muttermilch so schonend zu erhitzen (30 Minuten auf 63°C), dass die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Es ist außerdem von großer Bedeutung, dass die Spenderin verantwortungsbewußt lebt, d.h. keinen Alkohol trinkt, nicht raucht und sich gesundheitsbewußt ernährt und nur Medikamente einnimmt, die mit dem Stillen vereinbar sind.
Zudem müssten das Abpumpen der Milch und der Transport (die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden) unter strengen hygienischen Maßnahmen erfolgen.
 

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