Ist Yoga in der Schwangerschaft nur eine Modeerscheinung?

Etwas ironisch berichtet Susanne Kaloff in der Welt am Sonntag vom 5.09.2010:  „Frauen hätten ihre Jade-Harmony-Yogamatte stolz unter den Arm geklemmt, als sei es eine IT-Bag, jede … bindet sich eine Mala ums Handgelenk oder wenigstens ein indischen Tuch mit dem OM-Zeichen um den Hals und mittlerweile gibt es mehr Yoga-Studios als Friseure in der Stadt, keine Party, auf der man nicht über die unglaubliche Wirkung des Kopfstands verstrickt wird und entgeistert angeschaut wird, weil man einen herkömmlichen Kaffee trinkt – und kein Silver Tea (heißes Wasser) oder Ingweraufguss (klärend und gesund). Kurz, alle sind erleuchtet.“

Aber, abgesehen von diesem etwas ironischen Kommentar, was bringt Yoga der Schwangeren wirklich?

Yoga ist natürlich schon lange keine Modeerscheinung mehr, wird sogar von den Krankenkassen angeboten, ist etabliert und als Sport anerkannt. Beim Yoga geht es doch vornehmlich darum, den eigenen Körper und damit bewusst sich selbst wahrzunehmen. Das unterscheidet Yoga von der reinen Gymnastik.
Nicht nur körperliche Beschwerden wie Nacken- oder Rückenschmerzen lassen sich damit lindern, auch bei Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, Depressionen und Stress zeigen Studien gute Ergebnisse, so Dr. Günter Niessen aus Berlin. In Kombination mit den Atemübungen (Pranayama) wirken die Yoga-Stellungen auf den ganzen Körper und führen bei Schwangeren zur Entspannung.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.