Ist eine Chemotherapie für gefährlich für das ungeborene Kind?

Generell kann man sagen, dass eine Chemotherapie kein Anlass ist, eine Schwangerschaft abzubrechen. Auch sollte die Angst vor Auswirkungen auf das ungeborene Kind keinen Grund darstellen, die notwendige Behandlung hinauszuzögern.

Prof. Dr. Fredéric Amant von der Universität Leuven in Belgien untersuchte mit seinen Mitarbeitern im Rahmen des International Network on Cancer, Infertility and Pregnacy (internationales Netzwerk für Krebs, Unfruchtbartkeit und Schwangerschaft) die Folgen einer Chemotherapie auf die geistige Funktion und die des Herzens bei ungeborenen Kindern.

Die Frauen erhielten ca. 4 Chemotherapiezyklen mit 3 verschiedenen Medikamenten. In den meisten Fällen war Brust- oder Blutkrebs die Indikation für die Behandlung.

Ein Unterschied zum Kontrollkollektiv von Kindern, die in der Schwangerschaft nicht Chemotherapeutika ausgesetzt waren, liess sich nicht nachweisen.      Das bezieht sich aber nicht auf das erste Drittel der Schwangerschaft, in denen Chemotheraputika nach wie vor nicht eingesetzt werden sollten.

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