Hepatitis A

Das ist eine Leberentzündung, die durch Schmierinfektion übertragen wird. Schlechte hygienische Verhältnisse sind der Hauptgrund dafür.

Übertragungen des Virus sind aber auch möglich z.B. bei Genuss von Austern und Meeresfrüchten, bei verunreinigtem Wasser und Eis und bei Sexualkontakten.


In Deutschland haben lediglich 20 % der Erwachsenen eine Hepatitis A durchgemacht, Kinder und Jugendliche sind in Mitteleuropa daher meist nicht mit dem Virus in Kontakt gekommen und sollten vor einem Auslandsaufenthalt in südlichen Länder eine passive Impfung erhalten. Dort findet sich denn auch

eine bis zu 90% ige Durchseuchung (Ursache s. voriger Absatz).

Kinder sind hierzulande nur gefährdet, wenn eine Hepatitis A in Gemeinschaftsräumen und Heimen auftritt.


Die Symptome der Hepatitis A: sie kann akut mit Fieber beginnen, Übelkeit, Erbrechen Oberbauchschmerzen. Auffällig sind die Gelbfärbung der Skleren im Auge, dunkler Urin und heller Stuhl.

Die Hepatitis A hat keinen Einfluss auf die Schwangerschaft oder das Kind.


Die Diagnose wird durch den Nachweis des Immunglobulin M im Serum gestellt.

Dieses IgM ist etwa 3 Monate nachweisbar, während das später gebildete IgG lebenslang im Körper verbleibt.


Eine Therapie kann nur symptomatisch sein, d.h. es gibt keine Behandlung der Ursache.


Die Prognose ist überwiegend gut, so dass auch bei länger anhaltenden erhöhten Leberenzymen (Transaminasen) eine völlige Heilung eintritt.

Es gibt aber auch einige wenige Fälle, in denen die Leberentzündung tödlich verlaufen kann.


Eine Meldepflicht an das Gesundheitsamt besteht sowohl bei Verdacht, als auch bei einer nachgewiesenen Infektion.


Prophylaxe: Als Vorsorge können Kinder ab dem 1.Lebensjahr mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A und B (Twinrix Kinder) als aktive Immunprophylaxe geimpft werden.

Bei Hepatitis A- Ausbruch sollte innerhalb einer Woche eine sog. Riegelungsimpfung durchgeführt werden z.B. mit HAVpur®, da sind inaktivierte Hepatitis–A-Viren, auf Zellen gezüchtet.

Säuglinge und Patienten mit einem schwachen Immunsystem sollten dagegen nicht aktiv geimpft werden sondern Immunglobuline erhalten.

 
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