Haut und Schwangerschaft: Vorwort

Die nachfolgenden Fragen und Antworten zum Thema „Schwangerschaft und Haut“ sind dem Buch „Haut – gesund, schön, gepflegt“, erschienen im Dumont Verlag, ISBN 978-3-8321-6128-6, mit Einverständnis der Autoren: Prof. Dr. med. Volker Steinkraus (Experte bei mothers-talk), Prof. Dr. med. Kristian Reich und Marie-Anne-Schlolaut entnommen.

 

Vorwort

 

Die Zeit der Schwangerschaft ist für die werdenden Mütter – und natürlich Väter – eine Zeit der Freude auf das Kind. Aber in den neun Monaten, in denen aus der befruchteten Eizelle ein kleiner Mensch wird, muss der Körper der Frau Enormes leisten, angefangen beim Immunsystem, das sich auf einmal auf einen völlig anderen Organismus einstellen muss, nämlich den des werdenden Kindes, der auch durch das Erbgut des Mannes gebildet wird. Das eine grandiose Herausforderung. In den rund 267 Tagen einer Schwangerschaft, in denen die Frau durchschnittlich 250 Gramm pro Woche zunimmt, wird auch der Haut einiges zugemutet. Sie muss sich am Bauch extrem dehnen, sie muss so stabil sein, dass sie das zusätzliche Gewicht gut „ertragen“ kann, und damit fertig werden, dass auch die Blutmenge im mütterlichen Kreislauf von 5,5 auf 6,4 Liter steigt, um das werdende Kind gut zu versorgen. Also auch die Blutgefäße arbeiten hart. Die erhöhte Menge an Blut, der Druck und die hormonell bedingte Erweiterung der Gefäße können dazu führen, dass Schwangere Krampfadern und Besenreiser bekommen. Östrogene sorgen zudem dafür, dass sich mehr Flüssigkeit im Hautgewebe einlagert. Das lässt die Haut einerseits frisch und prall erscheinen, kann aber auch die Ursache sein für geschwollene und schmerzende Beine. Der Trost, dass das alles nach neun Monaten vorbei ist, mag gelegentlich nicht

ausreichen, denn nicht alle Veränderungen der Haut während der Schwangerschaft bilden sich wieder zurück. Die Dehnungsstreifen am Bauch und Krampfadern können nämlich bestehen bleiben.

Mittlerweile sind die Behandlungsmethoden in der Medizin so weit fortgeschritten, dass die sichtbaren Veränderungen der Haut bei Schwangeren gut therapiert werden können. Vor allem die sichtbaren Zeichen der Schwangerschaft auf der Haut können in vielen Fällen gemildert werden. Dennoch ist es nicht ratsam, alles, was machbar ist, auch anzuwenden. Vorrang bei allen Therapien sollte das ungeborene Kind haben. Bei vielen Beschwerden lässt sich Abhilfe schaffen, damit die werdenden Mütter nicht unnötig leiden, wenn sich in ihrem Körper das Wunder der Schwangerschaft vollzieht.

 Alle Fragen zum Thema „Haut und Schwangerschaft“, sind mit Einverständnis der Autoren dem Buch: „Haut, gesund, schön, gepflegt“ von Prof. Dr. V. Steinkraus, Prof. Dr. K. Reich und Marie-Anne Schlolaut, erschienen im Dumont-Verlag, entnommen.

 
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