Freunde und Angehörige in der Trauer beim intrauterinen Fruchttod (IUFT)

Freunde und Familie trauern mit. Aber viele verschließen sich auch, wissen nicht, wie sie dem Menschen, der einen Schicksalsschlag erlitten hat, begegnen sollen, wie sie mit ihm reden sollen. Aus falscher Zurückhaltung möchten sie den Betroffenen nicht ständig an das Erlittene erinnern und schweigen lieber. Aber die betroffenen Mütter oder Väter brauchen gerade in dieser Zeit die Kommunikation, sie müssen immer und immer wieder darüber reden und dies gehört auch zur Aufarbeitung ihrer Trauer.

Freunde halten es nur bedingt aus, immer wieder mit den Problemen der Trauernden konfrontiert zu werden. Irgendwann muss auch für sie der Alltag wieder einkehren. In Freundeskreisen wird meist akzeptiert, wenn ein Vierteljahr getrauert wird, dann "sollte der Alltag wieder wie gewohnt verlaufen".

Immer wieder einmal, jedoch nicht ständig, sollten enge Freunde das Thema erneut aufnehmen. Vielen fällt das schwer, sie möchten möglicherweise damit vermeiden, die Betroffenen wieder an ihr Schicksal zu erinnern. Das Trauma ist aber noch lange gegenwärtig, daher ist die Ansprache immer hilfreich und tröstlich.

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