Fallbeschreibung einer Getose.

Fallbeschreibung:
Ein ärztlicher Kollege musste seine leitende Mitarbeiterin in der 30. SSW krankschreiben, weil sie eine Gestose hatte.
Es fand sich eine zunehmende Wassereinlagerung am ganzen Körper, steigender Blutdruck und Wasser in den Beinen. Bei der Ultraschalluntersuchung fand sich ein Kind im unteren Bereich der Norm und bei der Doppleruntersuchung der mütterlichen Blutgefäße ein auffälliges Blutflussmuster. Letzteres ist ein Hinweiszeichen für eine zunehmende Mangelversorgung des Kindes.

Eine 14 tägige Behandlung mit Reis- und Obsttagen und weitestgehend salzarmer
Kost erbrachte keine Besserung, im Gegenteil, die Ödeme verstärkten sich.

Nach weiteren 14 Tagen stellte sich die Patientin wieder vor: die Ödeme waren weitestgehend verschwunden, der Blutdruck normalisiert und bei der Doppleruntersuchung ergab sich kein auffälliger Befund mehr.

Was war die Ursache für eine solch drastische Verbesserung der bedrohlichen Situation? Sie hatte sich an die Vorgaben der „Gestose-Frauen“ gehalten.

Für die beteiligten Ärzte und Hebammen war es nicht einfach, das Gegenteil von dem zu akzeptieren, was sie bislang für richtig hielten.

"Menschen werden immer Fehler machen, aber wenn man sie als solche erkannt hat, sollte man sie vermeiden und wann immer es möglich ist, sein Wissen weitergeben".

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