Einer der Werte beim Erst (First)-Trimester-Serumscreening liegt etwas unterhalb/oberhalb des Grenzwertes. Wie kommen die Grenzwerte zustande?

Ärzte und Biologen haben diese Grenzwerte festgelegt. Ein Wert unter – oder oberhalb dieser Werte bedeutet zunächst einmal nur besondere Aufmerksamkeit und es werden meist Kontrollen angeboten; je näher sie an den Normalwerten liegen, um so unwahrscheinlicher ist es, dass sich tatsächlich ein krankhafter Befund dahinter verbirgt. Dann werden Kontroll- oder weitergehende Ultraschall-Untersuchungen oder eine humangenetische Beratung (s.u.) durchgeführt.

Grenzwerte kommen etwa so zustande: man tut so, als wären nur Menschen zwischen 1,65 m und 1,95 m Größe gesund, das sind in diesem Beispiel die Grenzwerte. Man weiß aber, dass es ganz viele gesunde Menschen oberhalb und unterhalb  dieser Grenzwerte gibt. Hier werden einfach die Grenzen enger gesetzt, um auffällige und krankhafte Befunde nicht zu übersehen. Man schneidet bei der sog. Gauß`schen Verteilungskurve links und rechts etwas ab, Bereiche also, die eigentlich völlig unauffällig sind.

Beim PaPP-A und beim HCG liegen die Grenzwerte bei 0,5 und 2,0 MoM (multiple of medium = das Vielfache eines Durchschnittswertes), sie können auch in DoE (degree of extremness, bei Verwendung der Berechnung der FMF Deutschland) ausgewiesen werden.

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