Diagnostik

Am einfachsten ist das Eintauchen eines vorpräparierten Teststreifens (Urinstix) in den Urin. Mit ihm kann schnell und einfach festgestellt werden, ob sich im Urin z.B. zuviel Glucose (Zucker), Eiweiß, oder Blut befindet.

Zusätzlich gibt es aber auch eine Aussage über das Vorhandensein von weißen Blutkörperchen, die bei Infektionen erhöht sind (Leukozyten)und Nitrit.
(Die häufigsten Erreger des Harnwegsinfektes, u.a. E.Coli, wandeln das mit der Nahrung aufgenommene Nitrat (z.B. in Wurzel- und Blattgemüse) zu Nitrit um.

Wenn zusätzlich Blut nachgewiesen wird, ist ein Harnwegsinfekt sehr sicher.

Auch die Untersuchung des sog. Urin-Sediments kann einen Hinweis auf eine Infektion liefern. Um ein Sediment zu erhalten, muss der Urin zentrifugiert werden, damit sich die Zellbestandteile am Boden absetzen (sedimentieren). Im Sediment finden sich dann häufig rote und weiße Blutkörperchen.
Das führt zwar zur Diagnose eines Harnwegsinfektes, sagt aber nichts über die auslösenden Bakterien aus.

Dazu bedarf es einer Urinkultur, am einfachsten im sog. Eintauchverfahren eines fertigen Nährbodens in den Urin, auf dem die am häufigsten vorkommenden Bakterien (u.a. die Darmbakterien E.Coli und Enterokokken) anwachsen können und nach 24 Stunden als Kolonien sichtbar werden. Direkt daran kann sich die Therapie anschließen.
 

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