Das Baby hustet seit 3 Tagen. Ist das schlimm? Könnte das Keuchhusten sein?

Bei jungen Säuglingen tritt bei Virusinfektionen kaum oder selten Husten auf. Man muss immer an die Möglichkeit eines Keuchhustens denken, der in diesem Alter lebensgefährlich sein kann. Typisch ist dabei der mehr nächtliche Husten, im weiteren Verlauf anfallsweise mit rotem Gesicht und Erbrechen beim Husten.

Im Zweifel unbedingt den Kinder- und Jugendarzt/Ärztin aufsuchen. Durch einen Bluttest (Leukozytenanzahl, Vermehrung der Lymphozyten) kann die Diagnose gestellt werden. Je früher eine Therapie durchgeführt wird (Antibiotikum, Überwachung), umso günstiger ist der Verlauf der Erkrankung.
Bis dahin sollten Sie Ihrem Kind ausreichend zu trinken geben, z.B. in Form von warmem Fenchel-oder Pfefferminztee. Flüssigkeit ist besonders bei einem fiebernden Kind wichtig, zusätzlich löst es den Schleim und beruhigt.

Die Umgebung des Neugeborenen (besonders ältere Erwachsene, Großeltern) sollten vor der Geburt des Kindes gegen Keuchhusten geimpft werden, da sie das Baby anstecken können. Bei Erwachsenen ist der Keuchhusten durch einen mäßigen, aber anhaltenden nächtlichen Husten gekennzeichnet und wird selten diagnostiziert. Die Immunität nach Keuchhusten-Impfung oder nach durchgemachten Keuchhusten hält nur ca. 10 Jahre an. Daher werden Erwachsene neuerdings zusätzlich zur regelmäßigen Impfung gegen Diphtherie und Tetanus auch gegen Keuchhusten mit einem Dreier-Kombinationsimpfstoff aufgefrischt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.