Das Baby hat Durchfall, was kann man tun?

Nicht jeder dünne Stuhl bedeutet Durchfall.
Muttermilch-Stühle sind immer dünn, bis zu 8x täglich, sie schießen mit Getöse in die Windel und duften angenehm im Vergleich zu Flaschenmilch-Stühlen. Bei Durchfall stinkt der Stuhl, die Frequenz ist 6-10 x täglich, der Bauch ist gebläht, die Babys weinen oft wegen der Bauchschmerzen und es kommt zum Erbrechen.

Wenn die Mutter stillt, soll unbedingt weiter gestillt werden, eventuell kleinere und mehrere Mahlzeiten, um dem Erbrechen vorzubeugen. Bei Flaschenmilch-Gabe sollte sofort umgestellt werden auf Fencheltee oder stilles Wasser mit Traubenzucker, nach 3-4 Stunden Gabe von Heilnahrung (in Apotheke oder Drogeriemarkt).

Am Beginn kleinere Mahlzeiten, immer wieder Tee geben. Ältere Säuglinge können auch mit einer Mischung aus Zwieback, Tee und geschlagener Banane ernährt werden.

In den ersten 24 Stunden ist Flüssigkeit das Wichtigste (Tee, stilles Wasser mit einer einer kleinen Prise Salz auf einen Liter, evtl. zusätzlich Traubenzucker zum Ansüßen). Keine Obst- oder Fruchtsäfte!!

Wenn der Säugling diese Zubereitungen nicht trinken mag, kann auch sehr verdünnte Apfelschorle versucht werden. Bei Erbrechen bitte kleine Mengen (teelöffelweise, kleine Schlucke), aber öfters anbieten. Wenn keine Besserung eintritt, bitte den Kinder- und Jugendarzt in Praxis oder Klinik aufsuchen (Gefahr der Austrocknung und Elektrolytentgleisung)!
Wenn Fieber (über 38,5 Grad Celsius), gehäuftes Erbrechen, blutige Stühle und/oder Nahrungsverweigerung auftritt, unbedingt einen Kinder- und Jugendarzt/Ärztin bzw. ein Krankenhaus aufsuchen! Rota-Viren sind die häufigsten und gefährlichsten Auslöser einer Darminfektion im jungen Säuglingsalter. Gegen diesen Erreger kann ab der 6. Lebenswoche geimpft werden.

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