Braucht man vor der Geburt einen Einlauf?

Viele Frauen möchten gerne einen Einlauf vor der Geburt in falscher Hoffnung, dass so die Gefahr von Stuhlgangabgang unter der Geburt beseitigt wird. Dem ist aber leider nicht so. Auch wenn die Vorstellung, im Beisein des Partners unter der Geburt Stuhlgang zu verlieren, viele Frauen als Zumutung empfinden, so ist es doch ein natürlicher Vorgang am Ende der Geburt (der nicht durch einen Einlauf verhindert werden kann) und keiner (außer der Hebamme) bemerken wird.

Ein Einlauf ist zudem eine sehr unangenehme medizinische Behandlung, die zu starken Darmkrämpfen führen kann. Dies empfinden Frauen unter schon vorhandenen Wehenschmerzen als sehr belastend.

Der Einlauf hat allerdings durchaus (psychische) Vorteile. Frauen können sich hemmungsloser ihrem Pressdrang hingeben. Zudem kann ein Einlauf beginnende aber noch wirkungslose Wehen rhythmischer und stärker werden lassen durch die erhöhte Darmperistaltik und die damit verbundene Gebärmuttermassage. Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Für eine Rasur der Schamhaare oder einen Einlauf vor der Geburt besteht kein Anlass.

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