Blutungen in der Frühschwangerschaft. Muss ich strenge Bettruhe einhalten?

Natürlich kann eine Blutung in der Frühschwangerschaft ein Hinweis auf ein Abortgeschehen sein.

Wichtig ist es, per Ultraschall die Vitalität und die Lage des Feten in der Gebärmutter ebenso zu beurteilen wie die Lage des Mutterkuchens (Plazenta) und die Frage zu klären, ob es sich um einen Bluterguss hinter der Plazenta (retroplacentares Haematom) handelt.

Mit einer Spiegeleinstellung (Spekulum) sollte geklärt werden, ob es sich um Kontaktblutungen aus dem – in der Schwangerschaft leichter verletzlichen – Muttermund (Portio) handelt, oder ob sie aus der Gebärmutter kommen. 

Welche Farbe haben die Blutungen? Frisch-rotes Blut spricht für eine aktuelle Blutung, bräunliches für eine länger zurückliegende. Bei Letzterer hätte sich das Haematom verflüssigt und läuft ab, was eigentlich nur gut sein kann.

 

20% der Schwangeren bluten zu Beginn der Schwangerschaft, häufig ohne dass sich eine Ursache finden lässt.

M.E. ist strenge Bettruhe nicht angesagt, häufig wird sie nur deshalb verordnet,
weil eine andere effektive Therapie nicht zur Verfügung steht. (D.M.)

 

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