Auffällige Befunde beim Ultraschall in der 11.-14. SSW Was tun, wenn Ihr Arzt folgenden Ultraschall-Befund im Bauchbereich erhebt:

Auffällige Befunde am und im Bauch

 

Eine einzelne Nabelschnurarterie

 

Üblicherweise besteht die Nabelschnur aus drei Gefäßen, die sich umeinander herumwinden; aus zwei Nabelschnurarterien, die im Ultraschall links und rechts der Harnblase zu finden sind und eine Nabelschnurvene.

Nur eine Nabelschnurarterie (singuläre Nabelarterie) kommt bei ca. 1-3 % der Feten vor, ist meist eine Spielart der Natur, wobei allerdings bei einer Trisomie 18 sehr häufig nur eine Arterie zu sehen ist. Diese Trisomie erkennt man aber an einer Reihe weiterer Marker. 

 

Kinder, die ansonsten gesund sind haben weder in der Gebärmutter noch unter der Geburt Probleme und werden überwiegend normalgewichtig geboren (in ca. 10 % sind sie untergewichtig, was Ultraschalluntersuchungen besonders im dritten Quartal der Schwangerschaft, ab 30.SSW, erforderlich macht).

 

Magen nicht darstellbar

 

In den frühen Schwangerschaftswochen ist es nicht immer möglich, die Magenblase im Ultraschall zu sehen. Das sollte zunächst noch nicht zur Beunruhigung führen, häufig gelingt das bei einer Kontrolluntersuchung ein paar Tage später.

Soltte auch bei mehrfachen Untersuchungen eine Magenblase nicht darstellbar sein, muss an einen Verschluß der Speiseröhre (Oesophagusatresie) gedacht werden. Diese Erkrankung ist selten und ist noch seltener mit einer Chromosomenstörung in Verbindung zu bringen.

Vorgeburtlich führt eine Oesophagusatresie häufig zu einer vermehrten Fruchtwassermenge (Hydramnion)

 

Große Harnblase

 

Die fetale Harnblase ist zumindest in 80% in der Frühschwangerschaft (11.-14. SSW) zu

erkennen. Ihre Größe beträgt ca. 6mm. Eine Vergrößerung von über 7-8 mm findet man bei etwa 1 ½ % der Feten. Bei einer Blasengröße zwischen 7 und 15 mm finden sich in 20 % Chromosomenstörungen, insbesondere Trisomie 13 und 18. In den meisten anderen Fällen bildet sich die sog. Megacystis (mega = groß) zurück. Bei Befunden oberhalb dieses Wertes muss eine Störung im Bereich der harnableitenden Wege angenommen werden.

Auch ein Aufstau der Nierenbecken, kann vereinzelt schon in dieser SSW erkannt werden, hier sind weitere Kontrollen erforderlich. Dieser Aufstau könnte aber ebenfalls ein Hinweiszeichen für eine Trisomie sein.

 
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