Auffällige Befunde beim Ultraschall in der 11.-14. SSW Was tun, wenn Ihr Arzt folgenden Ultraschall-Befund am Herzen erhebt:

Herzfehler

 

Herzfehler kommen bei einer Trisomie 21 in ca. 40 % vor. 

Besonders in der Frühschwangerschaft ist dabei der sog. AV-Kanal  (atrio-venöse Kanal) nachweisbar. Dieser Defekt ist gekennzeichnet durch fehlendes Vorhof- und Kammerscheidenwandgewebes unter und oberhalb der AV-Klappenebene. Beim AV-Kanals besteht also sowohl ein Vorhofseptum als auch ein Ventrikelseptumdefekt.

 

 Zur Diagnostik ist die Darstellung des Vier-Kammerblickes des Herzens erforderlich (2 Vorhöfe, getrennt durch das Vorhofseptum und 2 Herzkammern, getrennt durch die Kammerscheidewand; zudem sind Vorhöfe und Kammern (Ventrikel) durch die Herzklappenebene von einander getrennt).

Erleichtert wird die Darstellung durch den sog. Farbdoppler-Ultraschall. Dabei werden die Blutflüsse farbig dargestellt: Blut, das auf den Ultraschallkopf zufließt wird rot, das weg fließende Blut wird blau dargestellt (das hat nichts mit dem arteriellen, meist rot dargestelltem Blut und dem venösen, meist blau dargestellt, zu tun.

 

Ein weiterer Herzfehler ist der Ventrikel-Septumdefekt (VSD) also ein Loch in der Kammerscheidewand. Dieser kann auch isoliert auftreten und sogar im Verlaufe der Schwangerschaft wieder kleiner zu werden. Auch der komplette Verschluss ist beobachtet worden. Es ist zu überlegen, prinzipiell bei jedem Herzfehler eine Chromosomenanalyse durchzuführen (nach vorheriger Beratung), um eine schwerwiegende komplexe Erkrankung frühzeitig zu erkennen. 

Auch für den VSD muss der Vierkammerblick dargestellt sein, die Farbdoppler-Sonographie erleichtert und präzisiert den Befund (z.B. in welche Richtung das Blut durch den Defekt überwiegend fließt). Ein VSD wird zwar mit der Trisomie 18 in Verbindung gebracht, in den meisten Fällen ist es aber ein isolierter Defekt.

 
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